Siemenslager Fundamente der Lagerhallen

siemens ravensbrück

„Wir gedenken der vielen Mitmenschen, die in den Jahren des Zweiten Weltkrieges gegen ihren Willen in unserem Unternehmen arbeiten mussten (...).“
Mosaiktafel im Innenhof des Verwaltungsgebäudes der Siemens AG in Berlin
Siemenslager Fundamente der Lagerhallen

das projekt

Wie viele andere deutsche Unternehmen hat auch Siemens & Halske während des Zweiten Weltkrieges Zwangsarbeiter beschäftigt. Um daran zu erinnern, hat die Werner-von-Siemens-Werkberufsschule der Siemens Professional Education Berlin (SPE) in Kooperation mit der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück und den Berliner Betriebsräten der Siemens AG sowie dem Berliner Büro der Leitung das Projekt “siemens@ravensbrück” ins Leben gerufen.

„Wir werden ihre Gesichter wiederfinden, / ihre sanften Wangen streicheln / und ihre vielen ernsten und unbesonnenen Fragen beantworten. / Wir wissen, dass sie warten. / Dies lässt uns durchhalten / und das Schwere Joch der Sklaven tragen.“
An unsere Kinder: Sonja Prins, 1943 im KZ verfasst
Siemenslager Fundamente der Lagerhallen

die zeitzeugen


  • Selma van de Perre

    Selma van de Perre, geborene Velleman, wurde am 7. Juni 1922 als Kind liberaler jüdischer Eltern in den Niederlanden geboren. Die Familie Velleman hatte vier Kinder und lebte in Amsterdam. Als die Niederlande 1940 von den Deutschen besetzt wurden und sich die Nachrichten über Verfolgungen und Verhaftungen jüdischer Familien häuften, beschloss Selma im Jahre 1942 [...]

    Margrit Wreschner-Rustow

    Margrit Wreschner-Rustow wurde 1925 in Frankfurt/Main als Marguerite Wreschner geboren. Sie wuchs in einer orthodox-jüdischen Familie auf. Ihre Mutter stammte aus einer jüdischen Familie in Ungarn, während ihr Vater in Deutschland aufgewachsen war. Er war Teilhaber einer Metall- und Erzfirma. Beide Eltern brachten Kinder aus geschiedenen Ehen mit in die neue Familie: Margrit hatte drei [...]

    Erna de Vries

    „Du wirst überleben und erzählen, was mit uns geschehen ist.” Erna de Vries wurde 1923 in Kaiserslautern geboren. Ihr Vater Jacob Korn war evangelischer Christ. Ihre Mutter Jeanette Korn, geborene Löwenstein, war Jüdin. Die Eltern erzogen ihre Tochter im jüdischen Glauben. Der Vater betrieb mit einem Geschäftspartner die Spedition „Sauerhöfer und Korn”. Er starb [...]

  • Ilse Zietz

    Am 17.07.1924 wurde Ilse Zietz in Hornsdorf bei Wismar geboren. 1930 starb ihre Mutter an Tuberkulose. Nach einiger Zeit heiratete ihr Vater erneut. Das Verhältnis zu ihrer Stiefmutter war schlecht. Sie sorgte dafür, dass ihre Stieftochter zur Feldarbeit eingesetzt wurde. Ilse riss mehrmals aus, wurde schließlich von ihrer Stiefmutter vor die Tür gesetzt und fand [...]

    Irena Forslind

    Irena Forslind wurde 1927 in Polen geboren. Sie wuchs zusammen mit ihrem Vater, ein Partisan der Widerstandbewegung, und ihrer Mutter auf. Als im Jahre 1939 im September die Schule wieder losging, erklärte ihr der Lehrer, dass in Polen der Krieg ausgebrochen ist und schickte sie nach Hause. Schon auf dem Weg sah sie, wie Männer [...]

    Charlotte Görner

    Am 06.03.1922 wurde Charlotte Görner als älteste von drei Kindern in Freital in Sachsen geboren. Sie wuchs in guten Verhältnissen auf und hatte viele Freiheiten. 1941 – Charlotte war 19 Jahre alt – gebar sie ihre Tochter. Kurz darauf heiratete sie ihren Mann und zog nach Hamburg. Dieser wurde allerdings schon bald zur Wehrmacht einberufen, [...]

  • Leon Henry Schwarzbaum

    Leon Henry Schwarzbaum wurde am 20. Februar 1921 in Hamburg-Altona geboren. 1923 zog die Familie Schwarzbaum in die oberschlesische Kleinstadt Bendzin – zu dieser Zeit eine der größten jüdischen Gemeinden im damaligen Polen. Die Eltern betrieben dort eine Manufaktur für Daunen- und Steppdecken. In Bendzin besuchte Henry das von seinem Onkel gegründete Fürstenberg-Gymnasium, [...]

das siemenslager

der weg zum siemenslager Schienestränge

Mit der „Fertigungsstelle Ravensbrück“ der Siemens & Halske AG wurde in Zusammenarbeit mit der SS und dem Reichsluftfahrtministerium erstmals der Häftlingseinsatz in der Rüstungsproduktion in unmittelbarer Nähe eines Konzentrationslagers eingeführt.

In der Produktion waren ausschließlich weibliche Gefangene beschäftigt. Ab dem 24. August 1942 mussten zunächst 50 Frauen in Präzisionsarbeit Spulen wickeln sowie Mikrofone, Telefone und elektrische Kleinteile herstellen. 1944 waren etwa 2400 Häftlinge sowie 80 zivile Arbeitskräfte eingesetzt. Ende 1944 ließ Siemens neben der Fertigungsstelle Wohnbaracken für die Zwangsarbeiter errichten.

das frauenkonzentrationslager

(1939 – 1945)

In dem preußischen Dorf Ravensbrück, nahe dem ehemals mecklenburgischen Luftkurort Fürstenberg, ließ die SS 1939 das größte Frauenkonzentrationslager auf deutschem Gebiet errichten. Im Frühjahr 1939 wurden die ersten weiblichen Häftlinge aus dem Konzentrationslager Lichtenburg nach Ravensbrück verlegt…

© 2016 siemens@ravensbrück

Impressum

Werner-von-Siemens-Werkberufsschule
Schule in freier Trägerschaft der Siemens AG

Nonnendammallee 104
13629 Berlin, Deutschland
Vertretungsberechtigt: Angela Behns-Vespermann

Kontakt

wbs-bln.spe@siemens.com
Tel.: +4930 386 256 47
Fax: +4930 386 224 11

Aufsichtsbehörde

Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft
und Forschung Berlin
Otto-Braun-Str. 27
D-10178 Berlin-Mitte
www.berlin.de/sen/bildung

Registergericht

Berlin-Charlottenburg, HRB 12300
München, HRB 6684
Umsatzsteuer-Identifikationsnummer: DE129274202

Bildnachweise

“Bilder-Aus Sicht der SS”: Nutzung unter
Lizenz der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück;
Sonstige Bilder: © Siemens AG,
alle Rechte vorbehalten.

Filmaufnahmen

Christian Schidlowski; www.christian-schidlowski.de

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